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Analyse und Vergleich von Umweltsimulationsnormen für einen offenen europäischen Rüstungsmarkt

Karl-Friedrich Ziegahn, Fraunhofer ICT, Pfinztal

Normen, in denen Produktspezifikationen und Umweltsimulationsprüfungen festgelegt sind, die für die Beschaffung von Rüstungsgütern von Bedeutung sind, müssen es in einem einheitlichen europäischen Rüstungsmarkt ermöglichen, daß Lieferanten aus verschiedenen Ländern an die Streitkräfte anderer europäischer Länder problemlos liefern können.

Dabei spielen in zunehmendem Maße auch die zivilen Normen der Umweltsimulation eine große Rolle. Die EU-Kommission hat der europäischen Normungsorganisation CEN den Auftrag erteilt, die zahlreichen existierenden nationalen und internationalen Normen zu sichten, zu vergleichen und Empfehlungen für die zukünftige vorzugsweise Verwendung auszusprechen. Eine Expertengruppe, die sich im Wesentlichen aus Experten des europäischen Dachverbandes der Gesellschaften für Umweltsimulation CEEES zusammensetzt, hat Anfang 2004 damit begonnen und bereitet für Mitte 2005 den Abschlußbericht vor.

Erstmals in der Geschichte der Normung der Umweltsimulation wird so ein umfassendes vergleichendes Werk erarbeitet, das in seiner Bedeutung weit über den Sektor der Verteidigung hinausreicht. Im folgenden Beitrag werden die Vorgehensweise und die bisher erreichten Ergebnisse beschrieben.

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Entwicklung der Abgasemissionen des Straßenverkehrs und ihr Einfluss auf die Luftqualität im Hinblick auf die Umweltsimulation

Dr. Norbert Metz, BMW Group, 80788 München

Der Straßenverkehr hat sich seit 1950 stetig gesteigert und ist Voraussetzung für eine prosperierende Entwicklung des Bruttosozialprodukts. Sowohl der Güteraustausch, wie auch der Gedankenaustausch durch Besprechungen in allen Städten erfordern Fahrzeuge, die schnell und sicher alle Orte im Land erreichen können. Ein Nachteil dieser Entwicklung war der mit dem Transport verbundene Anstieg von Abgasemissionen. Daher wurden beginnend in 1970 zunächst für Kohlenmonoxid (CO) und die Kohlenwasserstoffe (HC) und später auch für Stickstoffoxide (NOx) und Partikel (PM) Emissionsgrenzwerte erlassen, die seitdem laufend verschärft wurden.

Zur Bilanzierung der Emissionen des Straßenverkehrs wurde ein Rechen- und Prognosemodell an der TU Wien entwickelt, das im

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Beobachtung und Analyse schneller Belastungsvorgänge

Gerrit Hasselmann, Ralf Wunderlich (Co-Autor), Verpackungsprüflabor, Fraunhofer Institut Materialfluss und Logistik IML, Dortmund.

„Das ging so schnell, das habe ich nicht gesehen“. Wenn eine Verpackung mit Glas herunterfällt, ein Kistenstapel umstürzt, ein Behälter zerbricht, dann hört man hinterher nicht selten diesen Satz. Um nach voran gegangenen Schäden an Verpackungen Ursachenforschung betreiben, wie aber auch vorbeugende Maßnahmen ableiten zu können, bedient man sich seit Jahren Techniken, mit denen Umweltbelastungen simuliert werden können. Als Umweltbelastungen sollen hier mechanische und klimatische Größen betrachtet werden.

Zur Simulation stehen eine Reihe von Prüftechniken und - anlagen zur Verfügung, mit deren Hilfe Belastungen präzise und reproduzierbar nachgestellt werden können. Insbesondere innerhalb der Verpackungslogistik erfährt dieses Vorgehen zunehmende Bedeutung. Von besonderem Interesse ist hierbei die Überprüfung der Verpackungen für hochwertige medizinische oder optische Produkte wie aber auch pharmazeutische und medizinische Präparate und Proben, nicht zu vergessen das Feld der sensiblen Gefahrgutverpackungen, Vorgänge wie freier Fall, Stoß- und Schwingungsbelastungen verlaufen in der Regel mit einer Geschwindigkeit, der das menschliche Auge nur sehr begrenzt folgen kann. Immer dann aber, wenn es im Rahmen der Simulation und Analyse nicht nur auf das Ergebnis nach einer Belastung ankommt, sondern der Verlauf der Belastung oder anders gesagt, die Beobachtung der Wechselwirkung zwischen Belastung und Prüfobjekt entscheidend ist, ist es notwendig Techniken einzusetzen, die diese Vorgänge aufzeichnen und nachträglich sichtbar machen können.

Um nun das Bewegungsverhalten eines verpackten Guts und den Versagensablauf erfassen zu können, werden Kameras eingesetzt, die über eine hohe Aufnahmefrequenz verfügen. Die Hochgeschwindigkeitsfotografie ist eine solche Technik und innerhalb der Umweltsimulation auch nicht neu. Diese Geräte wurden bis vor einigen Jahren nur als Analog-Geräte gebaut, womit eine Anzahl von Nachteilen verbunden war. Diese betrafen die Möglichkeiten der Aufzeichnungsdauer sowie nachträglichen Bildanalyse und, nicht zu vergessen, Einschränkungen bei der späteren Bearbeitung zur Dokumentation der Ergebnisse.

Die digitale Videotechnik hat hier entscheidende Fortschritte gebracht. Das Fraunhofer Instituts IML verfügt seit einiger Zeit über eine digitale High-Speed-Farb-CCD-Kamera, die im Rahmen von Prüfungen erfolgreich eingesetzt wird. Berichtet wird im nachfolgenden über aktuelle Ergebnisse von Forschungsarbeiten ...


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Zeitraffende Alterung von Gurtbändern und Entwicklung einer Numerischen Umweltsimulation

Dr.-Ing. Thomas Stegmaier, Dipl.-Ing. Dipl.-Ing.(FH) Michael Ernst, Dipl.-Chem.-Ing. Martin-Uwe Witt Institut für Textil- und Verfahrenstechnik (ITV) Denkendorf

In zeitraffenden Alterungstests wurde der Einfluss von Temperatur und UV-Licht auf die Alterung bzw. die Veränderung wichtiger Merkmale bei Polyethylenterephthalat- Filamentgarnen, die verwebt als Gurtband im Fahrzeug eingesetzt werden, untersucht.

Die PET-Faser gehört zur Gruppe der Thermoplaste, ihre Schmelztemperatur liegt zwischen 230°C und 250°C. Der technische Einsatzbereich von PET liegt allgemein im Bereich von -40°C bis 100°C. Durch die spezielle Zusammensetzung der Fasern und das Verstrecken liegt die maximale Temperatur der Dauerbelastbarkeit für Gurtbandfilamente bei 150°C. Bei einem Unfall wird das Gurtband mechanisch stark belastet. Zu diesem Zeitpunkt muss es die kinetische Energie beim Aufprall auffangen, um das Leben der Insassen zu schützen. Die Rahmenbedingungen der Umweltsimulation wurden entsprechend der Anwendung gesetzt.

Die Fahrzeuge werden sowohl in kalten Regionen, wie z. B. Alaska und Sibirien, als auch in heißen Gebieten wie den Arabischen Emiraten und Wüstengebiete in den USA (z. B. Las Vegas) benutzt. In Cabrios werden die Gurte außerdem direkt dem Sonnenlicht und damit der UV-Strahlung ausgesetzt. Da der Sicherheitsgurt im Fahrzeug ein sicherheitsrelevantes System darstellt, wurde speziell der Einfluss unterschiedlicher Temperaturen und UV-Strahlung auf ausgewählte Eigenschaften wie die Bruchlast und die Farbänderung sowie die Vergilbung bei weißen Gurtbändern untersucht. Aus diesen Kenndaten wurden Basismodelle im Hinblick auf eine Numerische Simulation entwickelt.

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Aufbau und Lötverfahren bestückter Leiterplatten und ihre Bedeutung für den Lebenslauf von elektronischen Baugruppen (Teil 1)

Marco Huber, Omnisec AG, Rietstrasse 14, CH-8108 Dällikon

Leiterplatten sind Produkte, die seit Jahrzehnten genutzt werden. Es zeigt sich aber auch, dass nur Wenige, das effektive „Innenleben“ kennen. Dieser Vortrag soll Ihnen einen Einblick in die Leiterplatte mit deren filigranen Aufbauten ermöglichen.
Es werden Hinweise auf neuralgische Stellen gegeben, die bei einem Herstellerfehler, aber auch durch „Overstress“ zum Ausfall führen können.

Die in der Entwicklung „gedachten“ Funktionen werden von den Komponenten via der Leiterplatte als Verbindungsglied zu den Systemen gewährt. Wenn innerhalb diesem Träger kleinste Mängel oder Defekte durch Fehlmanipulationen usw. vorhanden sind, sind die Kosten um Potenzen höher als die Kosten der Leiterplatte.


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Zuverlässigkeitsuntersuchungen von elektromechanischen Komponenten

J.Braune, G.Lange, W.Scheuerpflug, K.A.Schmersal GmbH

Neue Normen fordern bei der Zulassung sicherheitskritischer Produkte vom Betreiber die Angabe von Zuverlässigkeiten des Systems. Der Grund liegt in dem Wahrscheinlichkeitsansatz dieser neuen Normen. Die Folge ist, daß auch die Zuverlässigkeiten aller Einzelkomponenten des Systems erforderlich sind. Für elektronische Bauteile wird dies bereits in der Praxis seit längerem angewendet.

Die Siemens-Norn SN 27500 bzw. die MIL 217 enthalten Angaben zu der Zuverlässigkeit einzelner Bauteile, so daß das gesamte elektronische Modell simuliert und seine Gesamtzuverlässigkeit ermittelt werden kann. Dabei ist zu beachten, daß es sich jedoch nicht um eine exakte Methode handelt,- erhebliche Variationen in der Beurteilung der Einzelteile und ihrer jeweiligen Belastung können zu deutlichen Unterschieden in der Gesamtzuverlässigkeit führen.

Für elektromechanische und mechanische Komponenten gibt es jedoch nicht diese Möglichkeiten, weil die physikalischen Voraussetzungen und z.T. Grundkenntnisse für eine ähnliche Behandlung fehlen.

Bisher wurden in der Elektrotechnik nur im Bereich der Relais und der Niederspannungsschaltgeräte bei kleinen Spannungen und kleinen Strömen (IEC 60947-5-4) die Angaben der Zuverlässigkeit gefordert,- bei den meisten sonstigen Normen wie beispielsweise der IEC 60947-5-1 ist sie nur auf freiwilliger Basis empfohlen und wird daher kaum praktiziert.

Mit dem Auftreten der IEC 61508 wurde erstmals ein probabilistischer Ansatz umgesetzt. Zusätzlich zu dieser Entwicklernorm entstanden weitere Normen für den maschinenbau (EN 13849-1) und die Elektrotechnik (Sicherheit von Steuerungen: EN 62061). Dies hat weitreichenden Einfluß auf die elektrische und elektronische Peripherie (z.B. Sicherheitsrelais, pneumatische/hydraulische Steuerungen). Normenänderungen: Durch den geplanten Wegfall der EN 945-1, die die Sicherheit von Steuerungen von Maschinen bisher geregelt hat und unter der Maschinenrichtlinie gelistet war, wurde die Normen sowohl für die Maschinenhersteller als auch die Automatisierungstechnik mit elektrischen, elektronischen und programmierbaren elektronischen Systeme (E/E/PES) neu geregelt.

Die grundsätzlichen Prozesse über den gesamten Lebenszyklus werden in der IEC 61508 beschrieben. Grundlegend und neu ist dabei der probabilistische Ansatz (siehe Abbildung 1), d.h. Ausfälle werden nicht als gleich wahrscheinlich über der Zeit angenommen, sondern der Realität folgend unterschiedlich häufig.


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Grundsätzliches zur Lebensdauervorhersage in der Bewitterung

Anja Geburtig, Volker Wachtendorf (BAM Berlin)

Oft besteht die Vorstellung, die Lebensdauervorhersage anhand einer einzigen Kennzahl charakterisieren zu können. Ohne die Randbedingungen des Einsatzes sowie eine genaue Definition des Ausfallkriteriums ist eine solche Kennzahl jedoch nutzlos. Hier sollen einige grundsätzliche Überlegungen für eine praxisrelevantere Lebensdauervorhersage dargestellt werden.

Anstelle eines makroskopischen Ausfallkriteriums kann es – insbesondere bei plötzlichem Versagen – sinnvoll bzw. notwendig sein, nach einer mikroskopischen Ersatzeigenschaft zu suchen, die sich kontinuierlich und gut messbar mit der Alterung ändert. Mit dieser Ersatzeigenschaft sollte es möglich sein, ohne praxisfremde Überhöhung der Beanspruchung vor dem eigentlichen Versagen Lebensdauervorhersagen zu treffen.

Für Umweltfaktoren, deren Relevanz sich in der Praxis erwiesen hat, werden experimentell separate empirische Wirkungsfunktionen bestimmt. Durch Kombination verschiedener Umweltparameter werden mögliche Wechselwirkungen (Synergismen/Antagonismen) untersucht.

Für eine konkrete Kombination von Umweltparametern zu einem bestimmten Zeitpunkt kann aus den einzelnen empirischen Funktionen ein Wirkungsanteil interpoliert werden. Durch Aufsummierung der Wirkungsanteile der zeitparametrisierten Umweltfaktoren kann für diese spezifische Kombination von Umweltbedingungen eine Lebensdauervorhersage getroffen werden (Numerische Umweltsimulation).

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